Radball-Krimi in Halle: Wiednitz verteidigt die Spitze trotz Drama auf dem Parkett
Halle, 07. Februar 2026 – Der 2. Spieltag der 2. Radball-Bundesliga (Staffel Nord) bot alles, was diesen Sport so faszinierend macht: technische Finesse, taktische Meisterleistungen und pure Emotionen. Am Ende eines denkwürdigen Tages steht fest: Der RFV 1900 Wiednitz thront weiterhin an der Tabellenspitze, musste den Erfolg jedoch teuer erkaufen.
Souveräner Start und ein Tor für die Galerie
Das Duo Sullivan Pittner und Patrick Richter unterstrich von der ersten Minute an seine Ambitionen. Im Auftaktspiel gegen Tollwitz 1 ließen die Wiednitzer nichts anbrennen und sicherten sich mit einem kontrollierten 3:1 die ersten Punkte des Tages. Auch im zweiten Match gegen Chemie Zeitz 1 blieben sie ihrer Linie treu: Mit einem deutlichen 5:2 spielten sie sich förmlich in einen Rausch.
Das Highlight der sportlichen Darbietung folgte jedoch im dritten Spiel gegen Reideburg 1. In einer hochgradig intensiven Partie stand es bis kurz vor Schluss auf Messers Schneide. Dann der Moment des Tages: Sullivan Pittner setzte aus der eigenen Spielhälfte zu einem präzisen Schlag an. Der Ball schlug unhaltbar im gegnerischen Gehäuse ein – ein spektakulärer Siegtreffer zum 4:3, der die Halle zum Kochen brachte.
Schockmoment und zwei Rote Karten
Doch die sportliche Euphorie wurde jäh gebremst. In der Partie zwischen Tollwitz und Reideburg kam es zu einer unnötigen und folgenschweren Aktion in der zweiten Halbzeit. Ein schwerer Sturz führte zur Verletzung eines Reideburger Spielers. Die Schiedsrichter griffen hart durch: Zwei Rote Karten gegen beide Spieler von Tollwitz sorgten für ein vorzeitiges Ende (Wertung 5:0 für Reideburg).
Die gesamte Halle stand unter Schock. An dieser Stelle senden wir die besten Genesungswünsche an den verletzten Spieler aus Reideburg.
Wenn der Kopf nicht mehr mitspielt
Direkt nach diesem emotionalen Tiefschlag mussten Pittner und Richter zu ihrem letzten Spiel gegen Niederlauterstein 2 antreten. Man merkte den Wiednitzern an, dass die Konzentration unter den Ereignissen gelitten hatte. Wo zuvor Präzision herrschte, schlichen sich nun kleine Fehler ein. Niederlauterstein nutzte diese mentale Lücke eiskalt aus und entschied die Partie mit 7:4 für sich.
„Wir haben gekämpft, aber nach der Unterbrechung und den Ereignissen auf dem Feld war es schwer, die nötige mentale Stärke und Souveränität zurückzugewinnen“, so das Fazit nach dem Spieltag.
Text: Anja Pittner / Gemini
Bilder: Anja Pittner




































