Radball 2. Bundesliga: Emotionaler Heimspieltag in Wiednitz – RFV Wiednitz I gewinnt den Auftakt

Dieser erste Spieltag der 2. Bundesliga Radball in Wiednitz hatte alles, was den Radball so besonders macht: Tempo, Kampf, Leidenschaft – und emotionale Geschichten, die weit über den sportlichen Wettkampf hinausgingen. In der heimischen Halle traf RFV Wiednitz I auf RSV Großkoschen II, RSV Großkoschen III, SG Lückersdorf I, KSC Leipzig I und Tollwitzer RSV I. Hochklassiger Radball auf hohem Niveau war von Beginn an garantiert.

Für den RFV Wiednitz I standen Sullivan Pittner und Patrick Richter auf dem Spielfeld. Das Duo präsentierte sich von der ersten Minute an hochkonzentriert, spielfreudig und kämpferisch. Mit kluger Raumaufteilung, konsequentem Zweikampfverhalten und starkem Zusammenspiel behauptete sich die Heimmannschaft in allen Partien.

Sportlich wurde dieser Einsatz belohnt: Drei Siege und ein Unentschieden, insgesamt zehn Punkte – mehr als jede andere Mannschaft an diesem Spieltag. Damit gewann RFV Wiednitz I den ersten Spieltag vor heimischem Publikum und setzte ein deutliches Ausrufezeichen in der Liga.

Besonders emotional verliefen die Begegnungen gegen RSV Großkoschen III und SG Lückersdorf I. Beide Mannschaften hatten jeweils einen ehemaligen Radballer aus Wiednitz in ihren Reihen. Spieler, die diese Halle kannten, hier viele Spiele bestritten hatten und nun auf der Gegenseite antraten. Diese Duelle waren von Beginn an spürbar aufgeladen. Jeder Zweikampf, jeder Ballgewinn und jeder Treffer wurden intensiver wahrgenommen – auf dem Feld wie auch auf den Rängen.

Zusätzliche Spannung brachte die Rolle des Schiedsrichters, der bei den schnellen und körperbetonten Spielen mehrfach im Mittelpunkt stand. Nicht alle Entscheidungen waren eindeutig, einzelne Pfiffe – oder auch deren Ausbleiben – sorgten für Diskussionen und beeinflussten den Spielverlauf. Umso bemerkenswerter waren die Ruhe und Disziplin, mit der Pittner und Richter diese Situationen an genommen haben und sportlich lösten.

Einen entscheidenden Anteil an der besonderen Atmosphäre hatten die Zuschauer. Rund 120 Fans sorgten für eine volle Halle und eine leidenschaftliche, sehr emotionale Kulisse. Die Unterstützung von den Rängen trug die Heimmannschaft sichtbar durch enge Spielphasen und machte den Heimspieltag zu einem echten Radball-Erlebnis.

Abgerundet wurde der Spieltag durch eine sehr gute Organisation abseits des Spielfeldes. Die Versorgung mit Getränken und Speisen war jederzeit ausreichend gewährleistet. Sowohl Spieler als auch Zuschauer fühlten sich gut betreut und versorgt – ein wichtiger Baustein für die durchweg positive Gesamtstimmung dieses Heimspieltages.

Getragen von dieser Energie entwickelte sich der Spieltag zu einem Radball-Fest mit klarer Botschaft:

RFV Wiednitz I ist in der 2. Bundesliga angekommen – und bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Ein Spieltag, der in Erinnerung bleibt. Ein Auftakt, der Mut macht.

Text: Jens Zschech

Bild: Anja Pittner

Bild Patrick und Sullivan
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