UCI-Weltcup-Auftakt im Kunstradsport am 21.2.2026 in Nesvady (Slowakai)

Bereits am Freitag vor dem Wettkampf machten wir uns auf den Weg in die Slowakei. Acht Stunden dauerte die Anreise nach Nesvady, wo die erste Runde der Weltcupserie im Kunstradfahren stattfand. Trotz der langen Fahrt war die Vorfreude groß, da wir nicht damit gerechnet haben an den Start gehen zu dürfen.
Am 21.02.2026 war es dann soweit: Wir gingen als Mannschaft an den Start – voller Motivation, aber auch mit dem nötigen Respekt vor der internationalen Konkurrenz.
Schon am Samstagmorgen standen wir früh in der Halle, um uns mit der Wettkampffläche vertraut zu machen. Die Halle erinnerte uns ein wenig an Zuhause, da auch hier auf Parkett gefahren wurde – ein Gefühl, das sofort für Vertrautheit sorgte. Die Stimmung im Team war gut, konzentriert und zugleich positiv.
Um 15 Uhr begann der offizielle Teil mit dem feierlichen Einlauf der Nationen und dem Hissen der UCI-Flagge. Spätestens in diesem Moment wurde uns bewusst, dass nun die neue Weltcupsaison begonnen hatte. Nach und nach gingen die Sportler in den verschiedenen Disziplinen an den Start, bis schließlich um 18 Uhr unser Durchgang begann. Neben einer Mannschaft aus Ungarn sowie zwei Teams aus der Schweiz gingen auch zwei deutsche Mannschaften an den Start – darunter wir.
Unsere Kür verlief nicht fehlerfrei. An einigen Stellen war sie etwas wackelig, und es gab Situationen, in denen wir schnell reagieren mussten. Doch wir behielten die Nerven und konnten alle kritischen Momente retten und blieben dabei sturzfrei. Als wir die Fläche verließen, waren unsere Gefühle gemischt, da wir wussten, dass nicht alles perfekt war.
Nach unserem Start lagen wir zunächst auf Platz 1. Da wir der vorletzte Starter waren, hieß es nun warten und zittern. Mit Spannung verfolgten wir die letzte Darbietung und konnten es kaum glauben, als feststand, dass wir gewonnen hatten. Trotz kleiner Unsicherheiten reichte unsere sturzfreie Kür für den Sieg beim Weltcup-Auftakt. An dieser Stelle möchten wir uns bei den mitgereisten Fans bedanken und bei allen, die uns von zu Hause aus die Daumen gedrückt haben.
Bei der abschließenden Siegerehrung den Platz in der Mitte des Podests einnehmen zu dürfen, war ein unglaubliches Gefühl. Dieser Erfolg motiviert uns enorm, im weiteren Verlauf der Saison darauf aufzubauen.
Am Sonntagmorgen ging es dann früh zurück in die Heimat. Vielen Dank an Ullrich Nicolai, der uns für die Reise den Bus zur Verfügung gestellt hat. Zu Hause angekommen, wurden wir überraschend mit einem kleinen Empfang begrüßt – ein wunderschöner Abschluss eines unvergesslichen Wochenendes.

Text: Anna Buchwald

Bilder: Anna Buchwald, Anja Preuß

4er Kunstradelite vom RfV 1900 Wiednitz e.V. mit Trainerin Anja Preuß

4er Kunstradelite vom RfV 1900 Wiednitz e.V. mit Trainerin Anja Preuß

Siegerehrung1
Siegerehrung2